Schweinegrippe-Impfstoff reicht vielleicht nicht für alle
Nur noch 824.000 Impfungen bis Jahresende möglich Von Martin Müller-Mertens
Neuer Schock im Impf-Chaos. Die Medikamente gegen Schweinegrippe werden vielleicht nicht für alle impf-willigen Berliner reichen. Das räumte Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus ein. Grund seien Lieferprobleme des Herstellers.
Bild: Senatsverwaltung für Gesundheit
Es „sei nicht auszuschließen, daß der schnell wachsende Bedarf an Impfstoff nicht ausreichend befriedigt werden kann“, so Lompscher auf eine Mündliche Anfrage der Grünen. Bis zum 31. Dezember seien der Hauptstadt Dosen für 824.000 Impfungen versprochen worden.
Im Streit um die Honorar-Zahlungen der Ärzte wies Lompscher Vorwürfe eines „Kräftemessens mit der Ärzteschaft“ zurück. Man habe sich an Bundesvorgaben gehalten. Deshalb gebe es „keinen Spielraum für höhere Honorare“.
Die Kassenärztliche Vereinigung hatte Honorare von über 7 Euro pro Impfung gefordert, der Senat bietet jedoch lediglich 5,50 Euro. Daher muß das Land nun Einzelverträge mit Arztpraxen schließen. Ein Großteil der Berliner Ärzte bietet die Impfungen gegenwärtig nicht an.
Veröffentlicht: 12. November 2009
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