Im Ergebnis war das Spiel, das die 12.168 Zuschauer bei klirrender Kälte sahen, so wie man es erwarten konnte. Unterm Strich geht auch das 0:0 vollkommen in Ordnung, wenn auch am Ende Union 2 Punkte liegen gelassen hatte. Denn, wenn überhaupt einer, dann hätte Union das Spiel gewinnen müssen. Chancen dazu gab es reichlich und von Augsburgs zuletzt so effektiver Offensivreihe war wenig zu sehen.
Trainer Neuhaus hatte auch umgestellt und sogar das System geändert. Younga-Mouhani, bisher zuverlässige Stütze und zuletzt sogar Kapitän. fiel dieser Änderung zum Opfer und konnte sich das Spiel von außen gesehen. Neuhaus verzichtete auf die bisher übliche Doppel-Sechs, brachte dafür erstmals seit längerer Zeit wieder eine Doppelspitze mit einer weiteren Spitze dahinter. Das funktionierte insofern, als Union tatsächlich offensiver und scheinbar gefährlicher auftrat als zuletzt, wo der Schwerpunkt des Spiels doch eindeutig auf der Abwehr lag.
Nach kurzer Augsburger Drangphase in den ersten Minuten eroberte sich Union mit viel Einsatz die Dominanz, obwohl echte Gefahr eigentlich nur bei Standards aufkam.
Vor allem Mosquera hatte dabei einfach kein Glück bzw. es fehlte noch die völlige Fitness. Auch Sahin war mehrfach gefährlich vorne und Parensen setzte einen Ball sogar an die Latte. In dieser Zeit bekam der FC Augsburg einfach kein Bein auf den Boden. Aber auch Union kam zu keinem Treffer.
In der zweiten Halbzeit merkte man den Mannschaften die hohe Gangart der ersten Hälfte an. Man mußte auf beiden Seiten kürzer treten. Der schwere Boden und die mangelnde Technik (auf beiden Seiten!) taten ein Übriges. Ein einziges Mal kam auch der FC Augsburg gefährlich nach vorne, als Thurk, den man scherzhafterweise bereits für die Nationalelf vorgeschlagen hatte, einen Freistoß leidlich gefährlich auf Glinkers Tor setzte, aber knapp über die Latte traf. Dann war es aus und obwohl Union voll im Soll steht, merkte man überall vor allem bei den Medienvertretern daß höherer Erwartungen an den Saisonverlauf erhoben worden waren. Zu unrecht: Union steht da, wo ein Aufsteiger, der erfolgreich ist, sinnvollerweise stehen kann. Ein Aufstieg kämme ein, zwei Jahre zu früh. Immerhin die Verantwortlichen von Union wissen das.
Augsburg: Jentzsch; Reinhardt, Möhrle, de Roeck (46. Hegeler) El Akchaoui; Sinkala, Brinkmann (56. Traore); Baier, Strauß; Torghelle (69.Ndjeng) Thurk
Veröffentlicht: 8. Februar 2010
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