Keine Leiche, keine Fotos, keine Zeugen: der „ziemlich sichere“ Tod Hakimullah Mehsuds
U.S.-Vertreter sagt, dass der Anführer der TTP „wahrscheinlich” tot ist
Von Jason Ditz
Der Anführer der Tehreek-e Taliban Pakistan (TTP) Hakimullah Mehsud hat seit zwei Wochen keine öffentliche Stellungnahme mehr herausgegeben, was zu wachsenden Gerüchten geführt hat, er könnte infolge der Verletzungen gestorben sein, die er bei einem Angriff mit Drohnen der Vereinigten Staaten von Amerika erlitten habe, der ihn vielleicht getroffen oder vielleicht nicht getroffen hat.
Laut einem Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika „ist er mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit tot.“ Gleichzeitig räumte dieser ein, dass es keine Leiche, keinen fotografischen Beweis und nicht einmal verlässliche Zeugen gebe, um diese Behauptung zu verifizieren.
Auch die pakistanische Regierung ist sich ziemlich sicher, was Hakimullahs Tod betrifft, aber die war sich nicht weniger als sechs Mal in den vergangenen sechs Monaten sicher, dass Hakimullah gestorben ist. Weitere von der Regierung Pakistans „bestätigte“ Tode, einschließlich mindestens zweier des zweiten Mannes der TTP Wali Rehman haben sich ebenfalls als falsch herausgestellt.
Man kann sicher sein, dass einiges einem Optimismus entspringt: die Politiker warten schon darauf, den Sieg über die TTP zu erklären, wenn Hakimullah getötet worden ist, obwohl die Tötung seines Vorgängers Baitullah im August so gut wie keine Auswirkung auf die täglichen Kämpfe hatte. Einiges ist allerdings auch auf den Mangel an verlässlichen Daten aus der Region zurückzuführen.
Die Versuche der Vereinigten Staaten von Amerika, Führer der al-Qaeda in den Stammesgebieten Pakistans aufzuspüren, waren eine Katastrophe. Vergessen wir nicht, dass die Politiker sagten, der Jordanier al-Bahlawi wäre der beste Informant seit Jahren gewesen, und der stellte sich als Dreifachagent der TTP heraus, der den richtigen Augenblick für seinen Angriff abwartete.
Hakimullahs plötzliches Verschwinden kann auch Absicht sein, nachdem infolge der Gerüchte über seine Verletzung die Vereinigten Staaten von Amerika hektisch eine Reihe von Angriffen gegen mögliche Verstecke unternommen haben. Da überrascht es wenig, dass der streitbare Führer beschlossen haben könnte, sich ruhig zu verhalten, ob er nun getötet worden ist oder nicht.
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Reise nach Jerusalem
Fast täglich ist der Staat Israel im Fokus der Medien. Brisante aktuelle Ereignisse, umstrittene Politiker, Bilder von blutigen Attentaten, Übergriffen, Grenzstreitigkeiten, Unruhen. Das Land an sich und seine Menschen spielen kaum eine Rolle. Unsere Mitarbeiterin Ingrid Müller-Mertens hat die Mittelmeerküstenregion zwischen Tel Aviv und Haifa besucht und ihre Eindrücke in mehreren Folgen aufgeschrieben. Ihre sehr persönlichen Impressionen klammern bewusst politische Probleme aus. - 1. Ankunft - 2. Tel Aviv - Jaffa - 3. Haifa - 4. Akko und Jerusalem