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Ein Herbst voller Kunst in der Hauptstadt der Kultur

Ausstellung in Berlin im Herbst

Berlin ist nicht nur für sein Nachtleben und die Shoppingmöglichkeiten bekannt. Auch Kunst und Kultur begeisterte Menschen zieht es immer wieder in die Hauptstadt, die mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen in ihren Bann zieht.

Im Herbst bleibt auch Berlin nicht von grauem Wetter und Regen verschont und so entschließen sich besonders in der kalten Jahreszeit viele für die warme Ausflugsalternative einer Galerie oder Vernissage.

Dem grauen Herbstwetter mit bunten Impressionen trotzen

1. Fotoausstellung von Danny Lyon im C/O

Der Fotograf Danny Lyon ist bekannt für seine besonders emotionalen und aufrüttelnden Aufnahmen. Bekannt wurde er vor allem durch die Fotos, die er während Verhaftungen und in Gefängnissen während des Civil Rights Movement in den 60er Jahren geschossen hat. Wo auch immer kritische Versammlungen tagten, Menschen in Aufruhr waren, oder getrauert wurde, war Danny an Ort und Stelle und sorgte für Schnappschüsse, die ihn zu einer Legende der Fotografen-Szene machten.

2. Ed Atkins, ein Videokünstler der inspiriert und aufweckt

Im Martin-Gropius-Bau kann man bis zum 10.12.2017 seine Show „Old Food“ besuchen, bei der er erschreckend ehrlich, kritisch und doch emotional die Entwicklung unserer Gesellschaft einfängt und deren fatale Folgen aufzeigt. Durch eine Vielzahl an eindrucksvollen Kostümen der Deutschen Oper gewinnt das Projekt zusätzlich an Leben und entführt seine Zuschauer in eine groteske, triste und unbehagliche Welt, die unserer ähnlicher ist, als wir es vielleicht wahrhaben möchten.

3. Portrait of a Nation im “me collectors Room”

In den vereinigten Emiraten leben über 200 Nationen. Das macht das Gebiet am Persischen Golf zu einem Zentrum für die verschiedensten Kulturen, Religionen, Architekturen und Weltansichten. In der Ausstellung „Portrait of a Nation“ drücken 50 Künstler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten das aus, was sie mit ihrer Heimat verbinden und sorgen so für ein buntes, mal fröhliches, mal trauriges Sammelsurium an Impressionen aus einem der vielseitigsten Teile der Welt.

4. Das Kindl lädt ein zu einer Ausstellung der Werke von Asta Gröting und Haegue Yang

Asta Gröting verarbeitet die Vergangenheit Berlins auf ihre ganz persönliche Art und Weise. Einschüsse aus dem 2. Weltkrieg an Häusern der Stadt dienten ihr als Vorlage für ihre Kunstwerke. Abdrücke der mahnenden Schusslöcher wurden zu plastischen und eindrucksvollen Werken verarbeitet und machen so künstlerisch auf eine Zeit Berlins aufmerksam, von der jeder froh ist, dass sie zu Ende ist.

Haegue Yang ergänzt die Ausstellung im Kesselhaus mit ihren vom Industriezeitalter geprägten Exponaten. Mit alltäglichen Gegenständen, wie Jalousien und Glühbirnen drückt die südkoreanische Künstlerin die Verbindung von Mensch und Industrie, Privatsphäre und Öffentlichkeit aus.

5. Ars Electronica im DRIVE Forum

Mensch und Maschine rücken immer näher zusammen. Doch wie nah ist zu nah und was bedeutet diese Entwicklung für uns als Individuum? Im DRIVE Volkswagen Group Forum stellen 14 internationale Künstler ihre, teilweise sogar interaktiven, Werke vor und setzten so ihr Statement. Denn die Frage nach den Konsequenzen und Nutzen der verschwimmenden Grenzen zwischen Mensch und Maschine wird immer aktueller. Die Ars Electronica ist eine imposante Ausstellung für digitale Kunst und alle, die sich für die Annäherung von Leben und Technik interessieren.

6. Kunst rund um das 500. Reformationsjubiläum Luthers

Am 14.10.2017 kann man den Reformator Luther auf vielseitige Art und Weise erleben. In der Petrusgemeinde in Lichterfelde-Ost kann man nicht nur den „Luther“-Stummfilm von 1927 ansehen, der von Stephan Graf von Bothmer auf der Orgel musikalisch untermalt wird. Auch Der Bildhauer Harald Birck stellt seine Werke vom 1.10. – 31.10.2017 aus, deren Schwerpunkt auf dem älteren Luther liegen, der bereits vom Leben gezeichnet war. Mehrere Konzerte und Chöre bieten unterhaltsame und kulturell interessante Abende mit anschließenden interreligiösen Debatten. Informieren lohnt sich!

7. Mitmach-Kunst für Kinder im KinderKünsteZentrum

Unter dem Motto „Kunst aus Licht und Schatten“ können Kinder bis 10 Jahre aktiv gestalten und ihre eigenen Märchen und Geschichten in fantastischen, kreativen Kunstwerken zum Leben erwecken. Aus Wolle, Fäden, Papier und allerlei tollen Materialien können die kleinen Nachwuchskünstler sich frei ausdrücken und mit Hilfe von Licht und Schatten ihre eigenen Abenteuer erzählen. Unterstützt wird das Projekt von den beiden Künstlerinnen Simone Schander und Tina Steen.

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